panthermedia.net/Matthais Krüttgen

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Im Zuge der Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie wird wieder gestreikt. Bundesweit legten am vergangenen Mittwoch rund 60.000 Beschäftigte aus 380 Betrieben die Arbeit nieder und beteiligten sich an Warnstreiks, um ihren Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen. Der Höhepunkt der Proteste war in Bremen, auch das Bremer Daimler-Werk beteiligte sich mit rund 1.500 Beschäftigten am Protest. Hintergrund der Streiks ist eine fehlende Einigung zwischen Arbeitgeber- und Gewerkschaftsseite. Die IG Metall fordert eine unbefristete Übernahme der Ausgebildeten, mehr Mitbestimmung bei Leiharbeit und 6,5 Prozent mehr Lohn. Die ersten beiden Forderungen werden von der Metall- und Elektroindustrie komplett abgelehnt, eine Lohnsteigerung von drei Prozent auf 14 Monate würde sie allerdings mitgehen. Doch das ist den Beschäftigten viel zu wenig. Um mehr Druck auf die Arbeitgeber auszuüben, wurde gestreikt: In Bremen kam es zu einem Sternmarsch mit anschließender Kundgebung in der Innenstadt. Aufgerufen waren rund 11.000 Beschäftigte aus der Branche, ihre Arbeit nieder zu legen und für ihre Rechte und mehr Lohn zu protestieren. Neben dem Daimlerwerk, wo vergangenen Mittwoch gar nichts mehr lief, war auch der Betrieb von Airbus, Astrium, Gestra, Thyssen Krupp und der Fassmer- und Lürssen- Werft erschwert.

Die Vorwürfe gegen Arbeitgeber wie Gewerkschaft wachsen, vor allem in Niedersachen wurde erbittert diskutiert. Dass ein weiterer Verhandlungstermin von Arbeitgeberseite abgelehnt wurde, brachte dann wohl das Fass zum Überlaufen. Doch auch in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Saarland und Bayern stehen die Fronten nicht besser: So sind etwa in München Ausstände bei MAN und MTU geplant. Wenn sich die Arbeitgeberseite jetzt nicht bewegt, drohen Urabstimmungen und ausgedehnte Streiks.

© lassedesignen - Fotolia.com

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Bremen ist das kleinste Bundesland der Bundesrepublik und hat mit diesem Fakt oft hart zu kämpfen. So muss sich die Stadt des öfteren gegen andere Regierungen durchsetzen und in seiner Eigenständigkeit behaupten. Dabei kann Bremen gerade in Bezug auf seine historische Vergangenheit sehr stolz sein und hat einiges erreicht. Dabei kann man vor allem auf die Gründung bestimmter Produkte oder Marken sein Augenmerk legen, da viele uns heute noch bekannte Produkte ihren Ursprung in Bremen fanden.

Am bekanntesten und ganz deutlich in Bezug zur Hansestadt steht dabei wohl das beliebte Bier “Beck’s”. Dieses ist mittlerweile auf der ganzen Welt bekannt und hat in seinem Design auch den Bremer Schlüssel integriert. Jedoch gehört die Marke seit 2002 gar nicht mehr der Stadt. So wurde es erst an eine belgische Firma, dann nach Brasilien und letztendlich an eine große US-Firma verkauft. Dies hat vor allem zur globalen Bekanntheit und Beliebtheit des Bieres geführt.

Ein anderes Beispiel sind zwei sehr beliebte Kaffeemarken. Dabei handelt es sich um Jacobs und Eduscho. Beide wurden in Bremen gegründet und kämpften lange Zeit mit dem in Hamburg ansässigen Tchibo um die Vorherrschaft. Eduscho verlor den Kampf 1997 und wurde von Tchibo übernommen. Jacobs kann sich jedoch nach wie vor auf dem Markt behaupten, ist mittlerweile jedoch genauso in amerikanischer Hand der Firma “Kraft”.

Am erstaunlichsten dürfte jedoch etwas relativ unbekanntes sein. So gibt es in Bremen eine Silberwarenmanufaktur namens Koch & Bergfeld, die 1829 gegründet wurde. Diese produziert besondere Silberwaren unter anderem auch das Besteck der deutschen Botschaften oder eben die Goldene Kamera. Am meisten ragt dabei jedoch heraus, dass auch der begehrte Champions-League Pokal von dieser Firma gefertigt wird und somit jedes Jahr von Europas besten Fußballern in den Händen gehalten wird.

© N-Media-Images - Fotolia.com

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In Bremen hat man gerade eine Halbzeitbilanz aufgeführt. Dabei handelt es sich nicht etwa um die Erfolge von Werder in der Bundesliga, sondern viel mehr um die Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Insgesamt fällt die Bilanz sehr gut aus, sodass alle Beteiligten zufrieden sein können. Jedoch wird im gleichen Atemzug von Führenden ebenso betont, dass man sich jetzt nicht ausruhen dürfe und daran denken sollte, dass es lediglich um eine Halbjahresbilanz handelt und man auch wolle, dass die Bilanz am Ende des gesamten Jahres positiv aussieht. Immerhin ist es für Jugendliche sehr attraktiv einen Ausbildungsplatz zu besitzen, um eine berufliche Perspektive zu sichern und auch über das erste eigene Geld zu verfügen. Ist der Ausbildungsplatz gefunden und die monatliche Ausbildungsvergütung gesichert, kann über die Anschaffung eines eigenen Autos nachgedacht werden. Beliebte erste Autos sind der VW Polo, der Ford Fiesta, aber auch Renault Twingo Gebrauchtwagen sind unter Azubis sehr gefragt. 

Doch um auch wirklich einen Platz finden zu können, müssen auch wirklich alle freien Ausbildungsplätze an die Arbeitsagentur für Arbeit gemeldet werden. So seien bisher 150 Plätze offen geblieben. Für die Jahresbilanz bedeutet dies jedoch, dass es eventuell einen Bewerberüberschuss geben könnte, weswegen es umso wichtiger ist, dass wirklich alle freien Stellen bekannt und gemeldet sind. Nur so ist die Möglichkeit gegeben, interessierte Schüler an die Betriebe weiter zu vermitteln und umgekehrt.

Nach wie vor hat sich jedoch nichts daran geändert, dass die Betriebe immer noch die Qualitäten der Schulabgänger kritisieren. So müsse das Schulsystem unbedingt überarbeitet werden, um überhaupt ein erfolgreiches Heranreifen zu einer Fachkraft zu ermöglichen.

© Jean Kobben - Fotolia.com

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Wilhelm Thümler hat ein besonderes Hobby. Er bastelt Hafenanlagen in Miniaturausgaben in einem Maßstab von 1:1250 und das alles aus buntem Briefpapier. Sein erstes Schiff bastelte Thümler mit sechs Jahren, auch damals schon aus Papier. In den darauffolgenden 60 Jahren perfektionierte er sein Hobby zur Papierkunst.

Der gebürtige Bremer hat beinahe jedes bekannte Schiff gebaut. Wie viele es sind weiß er selber nicht so genau. Er ist jedoch nicht Schiffbauer oder Sammler von Modellen, sondern er fertigt perfekte Miniaturen der Schiffe aus buntem Briefpapier an. Seit Jahren übertrifft er sich immer wieder selbst, indem er versucht noch kleinere Modelle herzustellen. Ein Schlepper ist bei Thümler kaum größer als ein Ein-Euro-Stück. Zur Zeit hat er sich auf den Maßstab 1:1250 spezialisiert. Es hat viele Kontakte weltweit zu anderen Modellbauern und weiß, dass es in Deutschland nur einen einzigen anderen gibt, der sich ebenfalls mit dieser Art von Miniaturen beschäftigt.

In seiner Werkstatt dominiert die riesige Lupenleuchte. In den Regalen stapelt sich das 100 Gramm schwere bunte Briefpapier und auf seinem Schreibtisch liegen seine Werkzuge: Pinzette, Skalpell und Alleskleber. Die Wände säumen Regale mit Büchern, allesamt über den Schiffbau und die Schifffahrt. Zu seinem Hobby kam er während eines Ferienaufenthalts bei seiner Großmutter. Diese betrieb eine Gastwirtschaft, zu der häufig ein Nachbar kam. Der junge Thümler hörte dem Mann aufmerksam bei seinen Erzählungen über die Schifffahrt zu. Kurz danach baute er sein erstes Schiff aus Papier. Damals noch eine Eigenkreation.

Kurz darauf besorgte er sich Modellbaubögen. Diese waren noch im Maßstab 1:250. Ein Schiff konnte so schnell länger als einen Meter werden, wodurch sich ein Platz Problem ergab. Er wechselte dann auf den Sammler-Maßstab 1:1250. Hierfür gibt es keine Bastelbögen mehr, sodass sich Thümler frei entfalten konnte. Schon bald langweilten ihn die bloßen Schiffe, sodass er gante Hafenanlagen und Werften erschuf. Zur Zeit arbeitet er an der Tecklenborg-Werft-Bremerhafen aus dem Jahr 1903. Heute erinnert nichts mehr an die Gebäude die einst dort standen, aber Thümler hat sich Fotografien aus dem Internet und aus Büchern besorgt um die Werft originalgetreu nach zu bauen.

 

Pendler © SVLuma - Fotolia.com

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Arbeitsplätze auf dem Land verschwinden nach und nach. Um arbeiten gehen zu können, müssen somit viele Arbeitnehmer in die Städte fahren, um arbeiten zu können. Als Beispiel hierfür dient Bremen.

Neuen Studien zufolge wohnen etwa vier von zehn in Bremen Beschäftigte außerhalb der Landesgrenzen. Das sind gut sieben Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Weiter wurde herausgefunden, dass 291.062 Menschen, die in Bremen sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, nur 57,8 Prozent auch ihren Wohnsitz im Land Bremen. Man kann sagen, dass neun von zehn Pendlern, die außerhalb der Landesgrenzen wohnen, aber im Land Bremen arbeiten, aus Niedersachsen kommen.

So kann an dem Bremer Beispiel die Pendlerpauschale mal wieder hinterfragt werden. Bei dem Vorschlag die Pauschale von 30 auf 40 Cent zu erhöhen, trifft man in Berlin auf taube Ohren. Über eine Überprüfung wird im Augenblick nicht nachgedacht, so Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Nach aktuellen Berechnungen benötige ein durchschnittlicher Pendler, der am Tag 50 km zur Arbeit fährt 4466 Euro im Jahr, bekäme aber nur 3300 Euro über die Pauschale.

Die Spritpreise steigen und steigen regelmäßig, und der Staat verdient an 1,66 Euro, die das Benzin zur Zeit kostet, 97 Cent. So verdient der Staat über 40 Milliarden Euro aus der Mineralölsteuer.

Der Energie-Informationsdienst EID warnt vor einem weiteren Anstieg der Preise. Solange im Iran keine politische Ruhe einkehre, muss mit einem Anstieg der Preise gerechnet werden. Zu kritisieren ist dabei auch die Dominanz der wenigen großen Raffinerien. Bei mehr Wettbewerb bei den Raffinerien gäbe es auch mehr Wettbewerb an den Zapfsäulen und niedrigere Preise an den Tankstellen.

Eine andere Studie zeigt auch, dass die Menschen nicht nur wegen ihrer Arbeit regelmäßig nach Bremen kommen, sondern auch, um ihre Arztbesuche zu erledigen. Jeder fünfte Arztbesucher in Bremen kommt aus Niedersachsen oder einem anderen Bundesland.

© Christian Nitz - Fotolia.com

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Der technische Fortschritt ist kaum aufzuhalten und das Tempo dabei immer höher. Genauso wie die Menschen vor hundert Jahren sicherlich nicht geglaubt hätten, dass in achtzig Jahren fast jeder sein eigenes Auto hat und überall durchs Land Autobahnen führen, genauso können wir uns kaum vorstellen, wie das Automobil in achtzig Jahren aussehen könnte. Doch genau daran forschen auch schon heute Wissenschaftler wie Frank Kirchner, der Leiter des Bremer Robotics Innovation Center vom Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz. Gemeinsam mit einem Expertenteam ist dort das Auto der Zukunft entstanden, das es übrigens auch auf der letzten Computermesse Cebit in Hannover zu bestaunen gab. Das Auto der Zukunft hat Fähigkeiten, von denen die heutigen Autos nur träumen können. Die Räder um 90 Grad drehen können vermag kein Ford Mondeo Gebrauchtwagen und wer hat schon einmal ein Auto gesehen, was sich zusammenklappen kann wie ein Kinderwagen?

Dabei wäre die Möglichkeit, das Auto rein seitlich zu bewegen, doch perfekt, um jede noch so knappe Parklücke ausnutzen zu können. Und wenn die Lücke zu knapp ist, wächst das Auto schnell einen halben Meter in die Höhe und wird genauso viel kürzer. Doch der Clou am Gefährt, das von der Größe einem Smart Fortwo ähnelt, einem von der Optik aber eher an Star Wars oder ein Computerspiel im Jahr 3.000 erinnert, ist seine revolutionäre Energiezentrale. Erkennt er andere Fahrzeuge, kommunizieren sie untereinander und koppeln sich aneinander. Aus mehreren einzelnen Autos wird so ein so genannter „Road Train“, eine Kette aus Autos, ähnlich einem Zug, der ja auch aus vielen Waggons besteht. So können gleiche Wegstrecken gemeinsam zurückgelegt werden, was natürlich viel Energie spart und die Reichweite der futuristischen Gefährte verlängert. Noch dazu verringert sich die Gefahr von Unfällen. Wenn sie Lust bekommen haben, über das Auto der Zukunft nachzudenken, keine Angst: Keine Idee ist zu fantastisch!

© Yvan Reitserof - Fotolia.com

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Wer denkt die Norddeutsche Puppen-, Teddybären – und Miniaturenbörse wäre an Skurrilität nicht mehr zu übertreffen, den belehrt die Bremer Tickbörse, die hoffentlich auch 2012 im Bürgerhaus Mahndorf stattfindet, eines Besseren. Hier wird nämlich dem Skurrilen, dem Tick und der Absurdität eine ganze Börse gewidmet. In den beiden vergangenen Jahren konnten exzentrische Sammler hier ihre ausgefallenen Objekte der Begierde zur Schau stellen, was bei den Besuchern auf großes Interesse stieß.

Das Sammeln, im norddeutschen auch “Zedlern” genannt, ist eine Tätigkeit, die als Hobby anfängt, schnell aber zur Obsession anwächst und auf den verschiedensten psychologischen Elementen basiert. Um bei der Sammlung tausender Fliegenklatschen, oder hunderter Adventskalender an einen sonderbaren Spleen zu denken, braucht man keine fundierte therapeutische Ausbildung. Die meisten der Sammler sind allerdings harmlose Exzentriker, die in ihrer Sammelleidenschaft eine Freizeitbeschäftigung gefunden haben, die sie von ihrem Alltag ablenkt und über Börsen, wie die Tick-Börse, mit Gleichgesinnten in Kontakt bringt. 

Der große Psychologe Siegmund Freud sah in der Sammelleidenschaft eine Kompensation unerfüllter sexueller Wünsche, was ihn nicht davon abhielt ägyptische Skarabäen zu sammeln. Über solche Vorwürfe würden die Teilnehmer der Tickbörse wohl nur herzlich lachen. Für sie ist das Sammeln Therapie und Entspannung zugleich. Denn das Aufspüren, das Archivieren und die systematischen Aufbewahrung der gesammelten Objekte lässt eine vermeintliche Überschaubarkeit und Geordnetheit der Dinge entsehen, die der Komplexität des modernen Alltags entgegenwirkt. Die Teilnehmer lassen sich deshalb nicht als Neurotiker abstempeln, sondern nehmen Kritik an ihrem Hobby mit viel Humor. Es bleibt also nur zu hoffen, dass Bremen auch in diesem Jahr Schauplatz für diese einzigartige Börse wird. 

Bremen Hauptbahnhof © kameraauge - Fotolia.com

Bremen Hauptbahnhof © kameraauge - Fotolia.com

In Bremen begrüßte Jörg Immdendorffs Affenskulptur die Zug-Reisenden seit 2007. Doch jetzt soll die fünf Meter hohe Bronzeplastik ein neues Zuhause finden, nämlich im österreichischen Salzburg. Dort soll sie zuerst einmal im Festspielbezirk aufgestellt werden. 

Vor fünf Jahren sind die fünf Affen nach Bremen gekommen, weil der Künstler, der im selben Jahr gestorben ist, dort eine Sonderausstellung erhalten hatte. Seitdem steht auch das “Affentor” in der Innenstadt. Immendorff hatte eine Vorliebe für Affen, er hat sie als Metapher für die Rolle des Künstlers in der Gesellschaft eingesetzt. Auch Selbstironie und Clownerie drücken sie aus. Der Künstler hat sich auch gerne selbst als Affe dargestellt. 

Das Salzburger Museum der Moderne hat seit letztem Jahr die anonyme Sammlung MAP inne, und dazu gehören auch die fünf Immendorffer Affen. Deshalb zieht die Skulptur nun um. Der Kulturausschuss der Stadt hat das letzte Woche bewilligt, jedoch sei die Kulturbehörde in Bremen darüber gar nicht informiert worden. Jetzt soll der Eigentümer kontaktiert werden. 

Jörg Immendorff war einer der herausragendsten zeitgenössischen deutschen Maler, Grafiker und Bildhauer. Er studierte bei Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie und war immer mal wieder wegen Drogen- oder Sexexzessen in den Schlagzeilen. Im Alter von 61 Jahren erlag der Künstler einer tödlichen Nervenkrankheit (ALS), an der er seit 1997 gelitten hatte. 

Alle nutzen Atomstrom und jeder genießt sein warmes Haus. Kaum noch jemand ist bereit mit Kohle zu heizen, oder seinen Plasmafernseher mit einem Dynamo, der an einen Ergometer angeschlossen ist, selbst mit Strom zu betreiben. Auch sieht es bislang noch kaum einer ein, sich teure Solarzellen aufs Dach zu stellen, um Strom für sich und seine Familie zu erzeugen. 

© Thorsten Schier - Fotolia.com

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Doch andererseits gehen Stromausfälle gar nicht und wann immer mal nachts eine Sicherung rausfällt, zeigt sich, wie sehr wir auf Strom angewiesen sind, wie selbstverständlich Strom ist und das kaum noch jemand auf die Idee kommt, eine Kerze anzuzünden, es sei denn es gibt italienisches Essen dazu und eine Flasche guten Rotwein. Dass Atomkraft genutzt wird, davon profitiert jeder. Allerdings ist der Müll, der dabei entsteht ein leidiges Thema und keiner will damit in Berührung kommen, weil er so giftig ist. Da nimmt es nicht wunder, das Rot-Grün ganz auf der Seite seiner potentiellen Wählerschaft argumentiert, dass Pläne für abgeschobenen Atommüll, der über den Bremer Hafen wandern soll, gar nicht in Frage kommen. Diesen Anti-Atom-Trotz findet die CDU jedoch albern. Man solle hier nicht nach zweierlei Maß messen. Der Bremer Hafen ist allseits so beliebt bei den Unternehmen, weil er nicht zwischen den Gütern unterscheidet. Die Ware des Einen ist nicht schlechter als die des Anderen. Die Folgen einer solchen Diffamierung von Transportgütern sei wirtschaftlich nicht auszudenken. Auch stellt sich die Frage, wer sonst herhalten soll, wenn nicht das so noble Königreich Bremen. Nachbarhäfen beklagen sich, dass Bremen nicht zu dem bereit ist, was auf andere notwendigerweise abgewälzt werden wird. 

© Antony McAulay - Fotolia.com

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Die Bremer Umweltzone sorgt seit ihrer Einführung im Jahre 2009 für Unstimmigkeiten zwischen Stadtverwaltung und Busunternehmen. Denn für Reisebusse, die durch und an Bremen vorbei fahren, galten bislang noch Ausnahmebestimmung.

Nun müssen alle Fahrzeuge bis zum 30.06.2012 mit Partikelfiltern ausgerüstet werden. Laut Joachim Lohnse, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr bedeutet die Ausweitung dieser Frist bereits ein großes Entgegenkommen von Seiten der Stadt. Den Busunternehmen würde somit ausreichend Zeit gewährt um auch bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten, oder Engpässen der Werkstätten, ihre Vehikel mit den nötigen Partikelfiltern auszustatten. Ohne diese seien Reisebusse ein deutlicher Faktor, der zur Umweltbelastung durch Ruß und Feinstaub beitrage. Eine Doppelbelastung trete ein, wenn die Bremer Luft in der kalten Jahreszeit, sowohl durch das Heizen, als auch durch den Verkehr beeinträchtigt werde. Deshalb  ordnete die Stadt eine Umsetzung der Auflagen noch vor dem Beginn der Heizperiode an. 

Das Ablaufen dieser Frist bedeutet auch eine vollkommene Umsetzung der geplanten Umweltzone. Die Umweltzone trat erstmals am 01.01.2009 in Kraft und wurde seither Schritt für Schritt ausgeweitet. Sie soll die Schadstoffbelastung, die die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger gefährdet, reduzieren und basiert auf der EU-Gesetzgebung für Luftreinhaltung. 

Die Ausnahmeregelungen waren Zugeständnisse, welche die Stadtverwaltung Unternehmen zugebilligt hatte, um wirtschaftliche Effizienz und die Verlässlichkeit poltischen Handelns aufrecht zu erhalten. Die grüne Umweltplakette wird ab dem 30.06.2012 zur ausschließlichen Einlassgarantie in die ausgeschriebene Umweltzone. 

Am Beispiel Berlin wird deutlich, wie effizient dererlei Pläne sind. In der Hauptstadt bedeutete die vollständige Umsetzung der Umweltzone gleichzeitig eine Senkung der Rußbelastung immerhin um ganze 60 Prozent.